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Interview EcoArtiSnow

"Damit die Ziele überhaupt erreicht werden konnten, haben wir uns vorab damit beschäftigt, die physikalischen Abläufe der Schneekristallbildung in der Atmosphäre zu analysieren"

Wir haben bei Florian nachgefragt...


Woher kommt der Name des Projektes und wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Unternehmen?


Florian Stuffer_Project Management Manager: “Das Projekt startete zwischen 2010 und 2011. DemacLenko wollte sich an einem Projekt beteiligen, welches auf europäischer Ebene organisiert wird. Um dies zu ermöglichen hat man sich mit dem Fraunhofer Institut in Verbindung gesetzt u.a. auf Grund der Auflage grenzüberschreitend mit ausländischen Unternehmen zu kooperieren. Zudem suchte man bereits in der Anfangsphase die Zusammenarbeit mit Profactor, ein österreichisches Unternehmen welches im Schall- und Energiesektor tätig ist. Um die Runde komplett zu machen band man noch 2 unserer Lieferanten mit ein. Die Teilergebnisse wurden in der Schweiz bei einem Kunden von DemacLenko Schweiz getestet. Der Name „EcoArtiSnow“ will die Zielsetzung, so ökologisch und ökonomisch wie möglich technischen Schnee zu produzieren unterstreichen und wurde von DemacLenko zusammen mit dem Fraunhofer Institut entwickelt.“


Ein sehr wichtiges Ziel für die Zukunft -was waren am Ende die Ergebnisse der Forschungsarbeit?

Florian Stuffer_Project Management Manager: „Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeit können wie folgt zusammengefasst werden: Die Ausarbeitung aktueller Datensätze führte zur Erforschung und Definierung der Schneebildung. Durch ein effizienteres Gebläsedesign konnte die Geräuschentwicklung extrem minimiert und die Effizienz der Maschine gesteigert werden. Die Optimierung des Nukleations- bzw. Düsensystems führte zu einer besseren Schneequalität und einen effizienteren Betrieb der Anlage. Ein weiteres Ergebnis war die Erforschung alternativer Kühlmethoden für Wasser und Luft ohne elektrische Energie.“


Wir haben bereits vorhin kurz über die Zielsetzung des Projekts gesprochen – gibt es noch weitere Ziele, die verfolgt wurden?

Florian Stuffer_Project Management Manager: „ Neben dem bereits genannten, haben wir uns auf 2 weitere Ziele geeinigt. Das 1. Ziel war es den möglichen Start einer technischen Beschneiung bei Grenztemperaturen nach oben zu schieben und somit die Grenztemperatursäule zu vergrößern. Dazu kam der Wunsch die Schneequalität bei sinkendem Energieverbrauch zu verbessern und die Lärmemission zu reduzieren. Das zweite und entferntere Ziel war und ist die Forschung über evtl. andere Arten die Schneekristalle technisch zu erzeugen.“


Klingt alles sehr komplex – wie konnten die vereinbarten Ziele dann in die Praxis umgesetzt werden?

Florian Stuffer_Project Management Manager: „Damit die Ziele überhaupt erreicht werden konnten, haben wir uns vorab damit beschäftigt, die physikalischen Abläufe der Schneekristallbildung in der Atmosphäre zu analysieren. Bei den Propellermaschinen haben wir das Hauptaugenmerk v.a. auf die Turbine mit den Ventilatoren bzw. auf den Düsenkranz mit den Düsen gelegt. Bei der Lanze konzentrierte man sich auf den Lanzenkopf und dessen Nukleatoren.“

„Da der Ideenaustausch beim Projekt enorm wichtig war, habt ihr euch sicher auch ab und zu getroffen….“

Florian Stuffer_Project Management Manager: „Ja, wir haben uns regelmäßig an verschiedenen Standorten getroffen um an den Erkenntnissen gemeinsam weiter zu arbeiten. Dort wurden die neuen Entwürfe vorgelegt und besprochen und in den kalten Perioden jeweils auf den Maschinen getestet. Im April 2014 wurde das Projekt dann erfolgreich abgeschlossen und die Optimierungen vorgestellt, welche teilweise bereits kurzfristig umgesetzt werden konnten.“


„Inwiefern kann Dank „EcoArtiSnow“ der Beschneiungsprozess optimiert werden und welches sind die Ergebnisse der Forschungsarbeit?“

Florian Stuffer _Project Management Manager: „Der größte Gewinn der Forschungsarbeit ist sicherlich die Optimierung der Nukleatorendüse. Nachdem festgestellt worden ist, dass nur ein gewisser Bereich von Tropfengrößen als Beschneiungskeim nützlich ist, sollte die Nukleatordüse fortan auch nur relevante Tropfengrößen erzeugen.“


„Auch den Profi erwartet immer wieder die ein oder andere Überraschung, war es bei euch genau so?“

Florian Stuffer_Project Management Manager: „(schmunzelt) da hast du wohl recht, denn auch uns ist es so ergangen. Bezüglich des Turbinenrohrs hat das Projekt so manche Überraschung ans Licht gebracht. Eine strömungstechnisch perfekt aufgebaute Turbine ist zwar für Energieverbrauch und Lärmentwicklung ideal, kann aber kontraproduktiv für die Erzeugung der Schneeflocke bzw. der Schneequalität sein. Somit muss neben der Optimierung der Turbine das Zusammenspiel der Düseneigenschaften berücksichtigt werden.“


„Wie wirkt DemacLenko dem Klimawandel durch „EcoArtiSnow“ entgegen?“

Florian Stuffer_Project Management Manager: „ Durch „EcoArtiSnow“ ist eine Schneeerzeugung auch bei Grenztemperaturen möglich und zudem wird die produzierte Schneemenge bei warmen Temperaturen optimiert.“


„Welche Vorteile kann sich der Kunde durch „EcoArtiSnow“ erwarten?“

Florian Stuffer_Project Management Manager: „Den Kunden erwartet eine rundum verbesserte Performance der Schneeerzeugung und der Maschine. Dies bedeutet eine dementsprechende Zeit bzw. Geldersparnis in der Beschneiung. Die Schneemenge wird bei gleichbleibenden Temperaturen und geringeren Energieaufwand erhöht und Geld kann somit eingespart werden.“

„Was waren die spannendsten Momente während des Projekts?“

Florian Stuffer_Project Management Manager: „ Die spannendsten Momente waren sicherlich der Test der Prototypen und die Tropfengrößemessung der Nukleatoren. Durch die neue Methode der Tropfengrößemessung konnten recht überraschende Ergebnisse erzielt werden, welche durch die herkömmliche Art nicht analysiert werden konnten.“



 
 
 
20.08.2014
Mirjam Cestari
 
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