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Interview Achille Pedrazzoli

Project Manager Demaclenko



1. Wann hast du deine Begeisterung für den Schnee entdeckt?


„Seit meiner Kindheit liebe ich die Welt des Schnees. Ich bin in einem kleinen Bergdorf aufgewachsen und meine Berufung war als Sohn des technischen Leiters des Skigebietes sozusagen schon vorbestimmt. Es ist natürlich immer schön, wenn es gelingt das Hobby zum Beruf zu machen.“

2. Was genau ist deine Tätigkeit im Unternehmen?

„Ich kümmere mich als Project Manager v.a. um Projekte außerhalb Europas. Meine Aufgabe ist es für einen reibungslosen Ablauf der verschiedenen Bauphasen während der Errichtung oder Erweiterung einer Anlage zu sorgen. Die Begleitung reicht von verschiedenen Lokalaugenscheinen vor Ort über die Projektierung der verschiedenen Produkte bis hin zur Inbetriebnahme und den ersten Workshops für die Snow Maker.“

3. Du bist sehr viel unterwegs – wie verbringst du deine Freizeit?

„Man ahnt es kaum, aber… auch meine Freizeit besteht größtenteils aus Reisen. Ich spüre in mir immer wieder die Lust des Reisens… ich glaube es ist die Neugier auf Neues und das Entdecken neuer Kulturen und Orte, welche mich immer wieder in die Ferne treiben. Den kleinen Rest meiner Freizeit genieße ich zu Hause mit meinen Freunden und meiner Partnerin. Zusammen mit ihnen übe ich verschiedene Sportarten aus: Freeride, Downhill Ski, Windsurfen, Canyoning und Sportklettern sind die besten Mittel sich vom Alltagsstress zu erholen und neue Energie zu tanken.“

4.Beschreibe uns doch mal einen typischen Tag auf der Baustelle

„Das wirklich schöne an meinem Beruf ist, dass kein Tag gleich wie der andere ist. Um trotzdem auf deine Frage zu antworten, würde ich meinen Tagesablauf vielleicht so beschreiben: In der Früh heißt es zeitig Raus aus den Federn, denn Morgenstund hat bekanntlich Gold im Mund. Ein schönes Frühstück und ab auf die Piste! Mit den ersten Sonnenstrahlen die mich über den Berggipfeln begrüßen, vergesse ich schnell die anstehenden Arbeiten wie Baubesprechungen mit den versch. Unternehmen, die für uns vor Ort die Arbeiten ausführen….für gute Laune ist damit gesorgt =) das gesamt Team ist darauf bedacht, stets eine Lösung parat zu haben, die allen Anforderungen gerecht wird und die ein angenehmes Arbeiten ermöglicht. So… nun hab ich mir aber eine kurze Verschnaufpause verdient um mit einer Tasse Cay das atemberaubende Panorama zu genießen. Den restlichen Vormittag beschäftige ich mich dann mit der Kontrolle der einzelnen Pisten und dem Voranschreiten der Arbeiten an den Pumpstationen. Am Nachmittag setze ich mich für einige Stunden vor den Computer, um die wichtigsten Mails zu beantworten und um die weiteren Bauphasen meiner Projekte zu koordinieren. Nun brauche ich wieder etwas frische Luft und somit kehre ich wieder auf die Piste zurück um mit meinem Team die Baufortschritte zu besprechen. Am Abend widme ich mich nochmals einige Stunden dem PC bevor ich mit meinen Kollegen bei einem Aperitif den wohlverdienten Feierabend genieße.“

5. Zur Zeit bist du vor allem für die Projekte in Georgien verantwortlich – was sind die Unterschiede zu Italien?

„Es ist irgendwie alles anders und doch so ähnlich. Hier in Georgien sind die Menschen sehr herzlich und man fühlt sich sehr schnell willkommen. Die gute Küche und der ausgezeichnete Wein locken mich immer wieder zurück nach Italien. Wieder in Georgien merke ich die Unterschiede dann sehr schnell, kostet es mich doch sehr viel Zeit gewisse Materialien zu besorgen, die ich in Italien hinter jeder Ecke bekomme. Darin liegt auch oft die Schwierigkeit der Bauarbeiten, alltägliche Notwendigkeiten können oft sehr langsam umgesetzt werden… ich sag nur ‚andere Länder – andere Sitten‘.
Georgien ist ein atemberaubendes Land und bietet vor allem kulturell sehr viele interessante und bizarre Aspekte: die Spanne reicht von wohlhabenden Milliardären bis hin zur untersten Bevölkerungsschicht, die trotz ihres Schicksals sehr viel an Wärme versprüht. Es ist aber vor allem die Landschaft, die mich immer wieder ins Staunen versetzt. Vom Meer bis zu den Bergen mit 3.000 m ist alles dabei und der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt… Dieser Anblick versetzt mich immer wieder ins Staunen… ich glaub ich verbring meinen nächsten Urlaub auch hier und gehe Heliskiing. =)“

6. Wir schreiben das Jahr 2025: Wo bist du und was machst du? Wie wird sich unser Unternehmen entwickeln?


„Schwer zu sagen… hab noch nie so lange voraus geplant…Lass mich mal überlegen: 2025 werde ich 37 Jahre alt sein, hhmm… so alt schon?.... Ich werde gemütlich in meinem Schaukelstuhl am Balkon sitzen, eine Pfeife rauchen und den Bauch in die Luft halten… bestimmt werde ich so einige Kommentare zu den Passanten abgeben und die freie Zeit genießen… ich glaub aber diese Vorstellung wird wohl Wunschdenken bleiben =)
Wie steht’s wohl um Demaclenko? Ich würd sagen unser Unternehmen spielt 2025 dank der Innovationsfortschritte eine noch größere Rolle am Weltmarkt und wird durch den dynamischen Geist alle beeindrucken und vom Hocker hauen…“

7. Du bist immer bemüht die Probleme anzupacken – Hast du jemals eine Situation erlebt, wo du nicht wusstest wie reagieren?

„Oh jaa, da gibt es einiges… Ich glaub ich schick euch mal meine Freundin vorbei die kann euch sicherlich einiges dazu erzählen  wechseln wir mal lieber zum Beruflichen… Auf technischer Ebene hatte ich glücklicherweise noch nie eine solche Situation. Zum Glück habe ich hervorragende Kollegen, die mir immer aus der Patsche helfen, sobald ich deren Hilfe brauche. An dieser Stelle möchte ich auch auf die Erfahrung meines Vaters verweisen….eine echte Garantie für mich.“

8. Dein größter Traum?

„Da muss ich nicht lange überlegen: zusammen mit den Menschen, die mir am Herzen liegen, unbeschwerte und glückliche Momente erleben. Ich möchte mich mit vollem Einsatz einen langfristigen, touristischen Projekt in den lombardischen Alpen, meiner Heimat widmen können.“


9. Was wolltest du als Kind werden?


„Skistar“

10. Ein unvergesslicher Moment in deinem Beruf


„Mein Beruf hat mir bereits sehr viele solcher Momente geschenkt. Jede Inbetriebnahme einer Anlage erfüllt mich mit Freude. Ein Projekt erfolgreich abschließen zu können ist eine sehr große Genugtuung und Zeichen dafür, dass man die eigenen Ziele erreicht hat. Die Momente die ich jedoch immer im Herzen trage, sind die Begegnungen mit besonderen Menschen und Orte: in Indien, als mich der majestätische Anblick des Himalayas verzauberte oder die Einladung eines Snow Makers zu seiner Hochzeit in New Dheli…. Die Erinnerungen an die Türkei, wo wir alle zusammen am offenen Feuer saßen und am Fuße des Berges uns um die Zubereitung unseres Mittagessens kümmerten… die heitere und ausgelassene Stimmung beim Bayran Fest in Istanbul mit meinen Kollegen…. Die Feierabende im alten Sarajevo… die Bauarbeiten in Aserbaidschan mit meinen Kollegen der Leitner oder aber in Russland, wo wir die Nacht zum Tag machten.. tagsüber wurde gearbeitet und nachts haben wir das Nachtleben erkundet…. Und, und, und, und…. Ich glaube die Liste würde euch irgendwann echt langweilen =)“

Vielen Dank für das sehr interessante und lustige Gespräch….

















 
 
 
25.11.2014
Mirjam Cestari
 
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